Schweinemäster aufgepasst: CO2-Fußabdruck jetzt einfach berechnen
03.09.2025

Die neue QS-Klimaplattform unterstützt Schweinemäster dabei, ihren betrieblichen CO2-Fußabdruck einfach, einheitlich und kostenlos zu berechnen. Dies soll Landwirten helfen, ihre Umweltauswirkungen besser zu verstehen und zu reduzieren. Landwirte sind zwar nicht verpflichtet, einen Nachhaltigkeitsbericht zu erstellen, da sie jedoch Teil der Lieferkette sind, können beispielsweise Schlachthöfe künftig eine Klimabilanz von ihnen verlangen, um ihre eigenen EU-Berichtspflichten zu erfüllen.
Wichtige Punkte im Überblick:
- Ziel: Berechnung des CO2-Fußabdrucks für Mastschweine auf Betriebsebene, basierend auf einer einheitlichen Methode (entwickelt von Landwirtschaftskammern, Thünen Institut, KTBL).
- Kostenfrei & freiwillig: Nutzung ist für Landwirte und QS-Systempartner kostenlos und freiwillig; Nicht-Nutzung beeinträchtigt nicht die QS-Teilnahme.
- Datenzugang: Anmeldung über www.qs-klimaplattform.de, mit QS-ID und Passwort.
- Datenübertragung: Bald auch Übertragung aus Farmmanagement-Programmen möglich.
- Erfassungszeitraum: Immer 365 Tage, frei wählbar zwischen Kalender- oder Wirtschaftsjahr.
- Datenpflege: Eingabe der Daten kann an Vertrauenspersonen (z.B. Berater) delegiert werden, ist aber widerrufbar.
- Eingabemasken: Daten müssen in sechs Bereichen eingetragen werden:
- Tierbestand & Bewegungen (Anfangs-/Endbestand, Gewichte, Zu-/Abgänge)
- Produktionsverfahren (Tageszunahmen, Fütterungsarten)
- Haltungssystem & Wirtschaftsdüngerlagerung (Stallbau, Gülle/Mistlagerung)
- Energie & Kraftstoffe (Verbrauch und Anteil erneuerbare Energien)
- Alleinfuttermittel (gekauftes Fertigfutter mit N-/P-Werten)
- Selbsterzeugte & gemischte Futtermittel (Rationsbestandteile und Mengen)
- Hilfen: Erklärvideos, Infotexte und Fehlermeldungen zur Qualitätssicherung.
- CO2-Berechnung: Übermittlung der Daten an den LfL-Klimarechner, Ergebnis ab Ende September 2025 in Sekunden verfügbar.
- Qualität der Daten: Eigenständige, individuelle Werte erhöhen die Aussagekraft der Bilanz. Standardwerte sollten möglichst wenig genutzt werden.
- Zeitaufwand: Erste Datenerfassung dauert etwa eine Stunde, Tipps zur Datenorganisation für Folgejahre.
- Datenweitergabe: Auf freiwilliger Basis können CO2-Bilanzen an Schlachtunternehmen, Berater, Banken oder Versicherungen übermittelt werden; jederzeit widerrufbar.
